Unsere Konzeption

Konzeption

Haus der Jugend
Stadt Niebüll
Stand: Januar 2022

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Organisation
    1.1 Träger
    1.2 Gesetzliche Rahmenbedingungen
    1.3 Personal

  2. Grundlagen und Rahmenbedingungen
    2.1 Gesetzliche Grundlagen und Umsetzung
    2.2 Einzugsgebiet und Beschreibung des Sozialraumes
    2.3 Zielgruppe
    2.4 Räumlichkeiten und Ausstattung
    2.5 Öffnungszeiten

  3. Ziele der Arbeit 
    3.1 Ziele 
    3.2 Grundprinzip 

  4. Schwerpunkte der Arbeit 
    4.1 Angebotsstruktur 
    4.2 Speziell: Projekte 

  5. Netzwerk und Gemeinwesen und Öffentlichkeit 

  6. Perspektiven 

1. Organisation

1.1 Träger

Der Träger des Hauses der Jugend ist die Stadt Niebüll.

1.2 Gesetzliche Rahmenbedingungen

Die offene Kinder- und Jugendarbeit orientiert sich an dem achten Buch des Sozialgesetzbuches (SGB VIII, Kinder- und Jugendhilfe).
Es beinhaltet das Recht eines jeden jungen Menschen auf Förderung seiner Entwicklung und auf „Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit“. Hierbei soll die individuelle soziale Entwicklung gefördert und Benachteiligungen abgebaut werden.
Offene Kinder- und Jugendarbeit wird in § 2 Abs. 2 SGB VIII als „Leistung der Jugendhilfe“ definiert und ist somit im Gesetzt verankert.
Nach § 7 SGB VIII richtet sich die Kinder- und Jugendhilfe an alle jungen Menschen zwischen 0 und 27 Jahren.

In § 11 des SGB VIII werden die Aufgaben und Schwerpunkte der Jugendarbeit allgemein beschrieben und es wird inhaltliche Mitbestimmung und Mitgestaltung für junge Menschen
gefordert. Der § 47f der Gemeindeordnung Schleswig-Holstein(GO) verstärkt das Recht auf Mitbestimmung in der Gemeinde.

Durch das Jugendförderungsgesetz Schleswig-Holstein(JuFöG) werden die Aufgabenbereiche genauer definiert.
§ 14 SGB VIII verankert erzieherischen Kinder- und Jugendschutz als Leistung der Jugendhilfe.

1.3 Personal

Das Team des Hauses der Jugend Niebüll besteht aus einer Hauptamtlichen Mitarbeiterin und einem Hauptamtlichen Mitarbeiter. Es gibt eine Arbeitsstelle für ein Freiwilliges Soziales Jahr Kultur.
Darüber hinaus unterstützen mehrere ehrenamtliche Jugendliche,
z.T. als Jugendgruppenleiter:in, mit unterschiedlichen Kompetenzbereichen entsprechend ihrer Möglichkeiten und des Einsatzwunsches die Arbeit im Haus der Jugend.


2. Grundlagen und Rahmenbedingungen


2.1 Gesetzliche Grundlagen und Umsetzung

Entsprechend der gesetzlichen Anforderungen setzt das Haus der Jugend Niebüll folgende Schwerpunkte, die in § 11 SGB VIII und im Jugendförderungsgesetz Schleswig-Holstein ausgeführt sind:

-> Jugendarbeit mit Kindern
-> geschlechtsspezifische Jugendarbeit
-> Jugendarbeit mit besonders benachteiligten jungen Menschen
-> internationale und interkulturelle Jugendarbeit
-> sportliche Jugendarbeit
-> außerschulische Jugendbildung
-> politische Jugendbildung
-> ökologische Jugendbildung
-> kulturelle Jugendbildung
-> gesundheitliche Jugendbildung
-> Ferien- und Freizeitmaßnahmen
-> Jugendberatung

Die aufgeführten Schwerpunkte werden in der täglichen Arbeit in unterschiedlicher Ausprägung und natürlich entsprechend situativer Bedarfe und Möglichkeiten eingebracht.

Darüber hinaus werden oben genannte übergeordnete gesetzliche Ausführungen durch fördernde Angebote, Alltagspartizipation, gezielte Partizipation und durch inhaltliche und methodische Schwerpunkte umgesetzt.
Als weiteres Angebot kam in den letzten Jahren Medienpädagogik als fester Schwerpunkt hinzu. Jugendkulturelles Interesse und die Wahrnehmung als Teil heutiger Lebenswelt mit Medien, ebenso wie Medienkompetenzförderung, Medienförderung als Bildungsangebot
und als Gestaltungsangebot stehen im Fokus.

2.2  Einzugsgebiet und Beschreibung des Sozialraumes
Das Haus der Jugend Niebüll liegt inmitten eines Wohnraumes mit vielen Mehrfamilienhäusern. In unmittelbarer Nähe befindet sich eine Grundschule(früher auch ein Förderzentrum mit eigener Schulaktivität), das Amtsgebäude des Amtes Südtondern,
der ASD, ein großer Mehrgenerationen Spielplatz mit Bolzplatz, ein Badesee, eine Jugendherberge, ein Gymnasium mit großem Einzugsgebiet, eine Aufnahme- und eine Wohngruppe einer Jugendhilfeeinrichtung, zwei Wohnkomplexe von Werkstätten für
Menschen mit Beeinträchtigungen, ein Stadtpark und die Innenstadt.
Viele Familien im Wohngebiet gehören zu den eher finanziell schwächeren Einwohner:innen. Zu den Anwohner:innen zählen auch eine größere Zahl von Menschen mit Migrationshintergrund.
Im weiteren Umfeld der Einrichtung befinden sich u.a. eine Gemeinschaftsschule mit einem weitreichenden Einzugsgebiet, eine berufliche Schule, ein Förderzentrum mit dem
Schwerpunkt für geistige Entwicklung, eine kleinere dänische Schule, eine Bildungs- und Arbeitswerkstatt mit integrierter Wohngruppe für Jugendliche, ein Beratungszentrum, ein größeres Sportzentrum, ein Schwimmbad und eine Skateboardanlage.
Die nächste größere Nachbargemeinde ist Leck. Die Inseln Sylt und Föhr, wie auch andere umliegende Gemeinden sind präsent.
In Niebüll befinden sich viele Vereine, in denen speziell auch Jugendliche gefördert werden, u.a. ein großer Sportverein und ein Angelverein.
Seit einigen Jahren fallen wechselnde Jugendgruppen durch Sachbeschädigung/ Vandalismus, Körperverletzung, Drogenkonsum und Provokation im öffentlichen Raum auf. 2021 hat es in unserem Umfeld weniger Auffälligkeiten gegen.
Eine wechselnd starke SkaterSzene ist weniger und mehr in der Stadt, auf dem Gelände einzelner Einrichtungen und auf dem Gelände der Skateboardanlage aktiv.

2.3 Zielgruppe

Zur Zielgruppe gehören natürlich alle Kinder und Jugendlichen der Stadt Niebüll und des Einzugsbereiches.
Zu den Besucher:innen des Hauses der Jugend gehören zurzeit Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren
->  aus dem näheren Umkreis der Einrichtung
-> die die Gemeinschaftsschule, das Gymnasium, die benachbarte Grundschule, die dänische Schule oder das Förderzentrum mit dem Schwerpunkt für geistige Entwicklung besuchen
-> Jugendliche aus Jugendhilfeeinrichtungen(z.T. nicht beschult)
->  Kinder und Jugendliche aus Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigungen
-> Besucher:innen aus den Wohngruppen der Bildungs- und Arbeitswerkstatt
-> Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichem Migrationshintergrund
-> Erwachsene junge Menschen in der Ausbildung
-> Kinder und Jugendliche aus anderen Schulen
-> Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen
Aus Gesprächen und Beobachtungen wird deutlich:
->  einige der Kinder und Jugendlichen haben Erfahrungen mit Trennung der Eltern
->  einige berichten über Kontakte zum „Jugendamt“
-> viele verfügen über nur geringe finanzielle Mittel
-> die schulischen Möglichkeiten bilden alle Schulformen ab, liegen aber bei vielen regelmäßigen Besucher:innen (außerhalb von Projekten und gezielten Angeboten) oftmals im Bereich der Gemeinschaftsschule und im Bereich der Förderzentren
-> sehr viele der Besucher:innen verfügen über ein eigenes Smartphone
-> die meisten Besucher:innen nutzen diverse Medien(Soziale Netzwerke, Snapchat, TikTok, WhatsApp, Gaming, Youtube) als feste Bestandteile des täglichen Lebens
-> einige Kinder und Jugendliche haben direkt nach der Schule keine Ansprechpartner zu Hause und den Wunsch direkt das Haus der Jugend zu besuchen(hieraus ergaben sich Änderungen der Öffnungszeiten auf 13.00 Uhr)
-> Gespräche über Geschlechtsidentität und Sexuelle Identität nehmen zu und werden offener, aufgeschlossener und individueller

2.4 Räumlichkeiten und Ausstattung

Das Haus der Jugend Niebüll verfügt über einen größeren offenen Bereich, der einen Tresenbereich, eine Bühne, eine freie Fläche ausreichend für eine Tischtennisplatte, Billard, Darts, eine Sofaecke mit Fernseher und Playstation und Tischfußball beinhaltet.
Darüber hinaus gibt es einen voll ausgestatteten kleineren Musikübungsraum, einen kleineren flexiblen Multifunktionsraum(zurzeit für Medien und E-Sport genutzt), eine
Küche, ein kleines Lager, ein Büro, Toiletten, zwei Garagen – eine davon mit kleiner Werkstattmöglichkeit, einen Garagenhof, einen teilweise nutzbaren Sportplatz der Grundschule, wenige Außenspielgeräte und einen PKW-Anhänger.
Das Haus der Jugend Niebüll ist barrierefrei angelegt.
Für unterschiedliche medienpädagogische, erlebnispädagogische, musikpädagogische, partizipatorische und kreative Angebote stehen Materialien bereit.

2.5 Öffnungszeiten
Das Haus der Jugend Niebüll ist
 -> Montags bis Freitags von 13.00 Uhr bis 20.00 Uhr geöffnet. Längere Öffnung ist nach Bedarf situativ individuell möglich. Unregelmäßige Wochenendangebote werden nach Bedarf und Wunsch abgesprochen.
       ◦ 13.00 Uhr bis 14.00 Uhr – „after school club“ – als „ruhigere“ Zeit direkt nach der Schule zum Reden und ankommen/ Möglichkeit, etwas zu Essen zuzubereiten/ Möglichkeit, Hausaufgaben zu machen(wird nicht gezielt angeboten)/ keine Playstation in dieser Zeit, leisere Musik

->  Dienstags findet von 14.00 Uhr bis 15.30 Uhr ein Kurs der offenen Ganztagsschule
der Gemeinschaftsschule und des Gymnasiums neben dem offenen Betrieb statt. Von 18.30 Uhr bis 20.00 Uhr findet ein Sportangebot in einer Sporthalle oder auf
dem benachbarten Sportplatz statt.

-> Ein Wochenplan/ „Mottoplan“ stellt wiederkehrende mögliche Angebote zur
Orientierung dar(siehe „Schwerpunkte der Arbeit“)

3. Ziele der Arbeit

3.1 Ziele

Das Haus der Jugend Niebüll ist in erster Linie eine Raum-anbietende Einrichtung, die jungen Menschen sowohl die Möglichkeit bietet, die Materialien und Räumlichkeiten zur Freizeitgestaltung und als sozialen Treffpunkt zu nutzen, als auch Raum bieten will zur individuellen Entwicklung und Förderung der eigenen Persönlichkeit.
Dabei steht die Förderung und Unterstützung der individuellen Entwicklung im Vordergrund des Handelns.

3.2 Grundprinzipien

Die Arbeit richtet sich nach folgenden Grundprinzipien:

Freiwilligkeit – die Angebote im Haus der Jugend sind freiwillig. Kinder und Jugendliche entscheiden selbstbestimmt entsprechend ihrer Bedürfnisse.

Lebenswelt-, Sozialraum- und Interessenorientierung

die Bedürfnisse und aktuelle Situation der Kinder und Jugendlichen sind Grundlage für die möglichen Angebote. Dies ermöglicht eine hohe Identifikation mit dem Angebot und eine verstärkte
Bildungsmöglichkeit. Das gesamte soziale Umfeld kann und soll einbezogen werden.

Partizipation – Die Struktur, die Angebote, die tägliche Umsetzung wird mitgestaltet und damit mitverantwortet. Die Wirkung und Bedeutung der eigenen Meinung und des eigenen
Einsatzes wird deutlich und stärkt damit die Selbst-Kompetenz und befähigt zu gesellschaftlicher Teilhabe.

Inklusion – entsprechend dieser Grundprinzipien, den räumlichen und personellen
Möglichkeiten sind natürlich alle Kinder und Jugendlichen mögliche Besucher:innen des Hauses der Jugend.

Offenheit und Wertschätzung – der Besuch der Hauses der Jugend und die Teilnahme an Angeboten ist voraussetzungsfrei. Jede Besucherin, jeder Besucher wird in seiner/ ihrer
Individualität wahrgenommen und anerkannt.

Erprobungsraum – eine Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit bietet Raum zur Erprobung, zum „Fehlermachen“, um Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten zu
schaffen.

Bildung
– da die Aktionen durch die Kinder und Jugendlichen selbstgewählt initiiert, angenommen, geplant, durchgeführt und verarbeitet werden und sie somit ihren eigenen

Interessen und ihrer eigenen intrinsischen Motivation folgend aktiv sind, lernen sie selbstbestimmt und nachhaltig entsprechend ihrer aktuellen Bedürfnisse.

Das Haus der Jugend Niebüll versteht sich als Bildungseinrichtung der informellen Bildung.

4. Schwerpunkte der Arbeit

4.1 Angebotsstruktur

„Offener Bereich“ – der Kernbereich der Arbeit ermöglicht den Kinder und Jugendlichen
eine selbstbestimmte Gestaltung ihrer Freizeit mit den vorhandenen Materialien und Räumen. Darüber hinaus entstehen hier durch Gespräche und Beobachtungen neue Angebote und Impulse. Die Mitarbeiter:innen stehen den Jugendlichen als Gesprächs- und
Angebotspartner zur Verfügung. Beziehungen entstehen und ermöglichen Vertrauen und die Voraussetzungen für Hilfe, Unterstützung und gemeinsame kreative Gestaltung der
Einrichtung.

Musikraum – hier können Gruppen und Einzelpersonen üben und ausprobieren. Es besteht die Möglichkeit und der Wunsch am Ende des Jahres an einer Konzertveranstaltung teilzunehmen. Neben der Möglichkeit der Unterstützung durch Mitarbeiter bringen sich die Musiker:innen vorrangig gegenseitig den Umgang mit den
Instrumenten bei. Dieser Bereich ist nicht uneingeschränkt frei zugänglich. Bei Nutzungswunsch gehen Erklärungen und Absprachen voraus. Es stehen Materialien zur Rhythmischen Nutzung auch für Gruppen bereit – mehrere Cajons, Trommeln, klein Percussion.

Kochen und Essen – bei wöchentlich regelmäßigen niederschwelligen Kochangeboten wird gemeinsam geplant, vorbereitet, gekocht, gegessen und nachbereitet. Das gemeinsame Essen spielt für die Kinder und Jugendlichen eine wichtige Rolle.

Medienangebote – unterschiedliche Materialien und Angebote können zur Angebotsgestaltung mit Medien genutzt werden.
Dazu gehören:
-> gezielte Minecraft-Spiele
-> Angebote und Projekte mit unterschiedlichen Fördermöglichkeiten(auch in Kooperation mit anderen Medien-fördernden-Einrichtungen); kreative Film, Foto, Stopmotion, Zeichnen, Angebote mit Tablets; Film Angebote mit Leihgeräten; Digitale Schnitzeljagt; Möglichkeit
zur Nutzung eines „MakerSpace“ im Ort; Förderung durch E-Sports; Angebote zum gezielten Kinder- und Jugendschutz; Hörspiel und weitere Möglichkeiten.
Hierzu stehen mehrere Endgeräte für Gruppen bis 10 Personen zur Verfügung.
Dieses Angebot befindet sich weiterhin im Aufbau.

Sportangebot – ein mal wöchentlich kann die Sporthalle der Grundschule genutzt werden. Geplant, vorbereitet und durchgeführt wird das Angebot gemeinsam. Es wird kein Training angeboten, sondern Sportspiele bevorzugt. Sportliche Angebote können und sollen darüber hinaus jederzeit angeboten werden.

„Karaoke“ – frei zugänglich können Kinder und Jugendliche eine mit einem Laptop oder Tablet und Monitor verbundene Musikanlage nutzen und Karaoke singen. Das Angebot wird durch Mitarbeiter:innen beobachtet und bei gefährdender Musik oder gefährdenden Videos im Gespräch und nach Diskussion eingeschränkt.

Playstation – die Spielekonsole steht den Jugendlichen auf Nachfrage generell zur Verfügung. Es wird aber darauf geachtet, dass nicht ausschließlich und andauernd gespielt wird. Am Tag eines Spieleabends bleibt die Playstation aus. Gespräche mit allen
Jugendlichen zeigten durchaus sehr unterschiedliche differenzierte Meinungen zu dem Thema.

Spieleabende – als besonderes Angebot, auch als eine Reaktion auf Veränderungen und Alltagsanpassung durch Medienangebote, werden nach Bedarf regelmäßige Spieleabende angeboten. Es werden u.a. Brett-, Würfel oder Rätselspiele angeboten.

Turniere – Freitags können Turniere angeboten werden(jeder andere Tag wäre auch möglich). Die Spiele werden durch die Besucher:innen vor Beginn festgelegt. Es werden z.B. Billard, Darts, Kicker, aber auch Kartenspiele, Vier Gewinnt, Halli Galli und andere
Spiele gewählt.

OGS – das Haus der Jugend bietet für die Gemeinschaftsschule und das Gymnasium einen Kurs für die Offene Ganztagsschule ein mal wöchentlich mit z.T. halbjährlich wechselndem Schwerpunkt.

Kreative Angebote – den jungen Menschen stehen jederzeit viele unterschiedliche Bastel- und Kreativmaterialien zu Verfügung. Materialien zum Comiczeichnen sind vorhanden.

Vollversammlung – Mindestens zwei mal im Jahr, und zusätzlich nach Bedarf und Situation findet eine Jugendvollversammlung statt. Die zu besprechenden Themen werden vorher öffentlich gesammelt und zur Veranstaltung besprochen und diskutiert. Die Ergebnisse bleiben danach öffentlich sichtbar. An der Ergebnisumsetzung wird
gemeinsam gearbeitet.

Mottoplan – ein Wochenplan stellt mögliche wiederkehrende Angebote innerhalb der Woche dar. Er soll der Orientierung, Bewerbung und Motivierung dienen. Die Angebote
des Mottoplanes sind situativer Arbeit „untergeordnet“ und bleiben unverbindlich. Die Angebote des Mottoplanes sollen den Wünschen und Bedarfen der Besucher:innen entsprechen. Im Januar 2022 sieht der Mottoplan wie folgt aus:
Montag =  Minecrafttag(Medientag)
Dienstag = Sporttag
Mittwoch = Kochen und Essen 
Donnerstag = Sporttag 
Freitag = Gesellschaftsspiele 

Kooperationen – Sowohl individuelle kooperative Angebote zu unterschiedlichen Themen, wie auch die Nutzbarkeit des offenen Angebotes des Hauses der Jugend für andere Einrichtungen ist gewünscht und möglich.

Ferienangebote – in den Oster- und Herbstferien werden Angebote für die Einrichtung geplant. In den Sommerferien wird in Kooperation mit möglichst vielen Anbieter:innen ein
Sommerferienprogramm für Niebüll und Umgebung erstellt.

4.2 Speziell: Projekte

Je nach Bedarf, Anregung und Motivation werden größere Projekte gemeinsam erarbeitet und durchgeführt. Beispielhaft:
->  Als Jahresabschuss wird ein gemeinsamer Tag zusammen gestaltet.
->  Nach der Durchführung eines Vorbereitungskurses zum Erwerb des Fischerscheines in Kooperation mehrerer Beteiligter werden unregelmäßig Angelveranstaltungen durchgeführt.
-> Oftmals nach Vollversammlungen werden gewünschte Ausflüge oder Übernachtungen durchgeführt.
-> Kleinere Bauvorhaben werden gemeinsam geplant und durchgeführt. Z.B. Cajonbau oder Bühnenbau oder der Bau einer Werkbank oder eines Musikwagens.
-> Übernachtungen/ Motto-Übernachtungen/ GamingNights
-> Ferienplanung und Durchführung stadtweiter Angebote.
->  Musikprojekte mit CD Produktion
-> Songwriting Workshop
->  Gaming-Projekte mit Stärker Mit Games/ Kultur Macht Stark im regionalen Netzwerkkontext
-> Unterstützende Angebote bei Projektwochen in Schulen

5. Netzwerk und Gemeinwesen und Öffentlichkeit

Das Haus der Jugend Niebüll ist an unterschiedlichen Netzwerktreffen stadtweit und im Kreisgebiet beteiligt und mit unterschiedlichen Einrichtungen vernetzt. Daraus ergeben sich z.T. neue Angebote und Projekte.
Bekannte Strukturen zur Unterstützung, Hilfe und Beratung werden zur Information und Vermittlung genutzt.
Als Einrichtung in einem wahrscheinlich sozial schwächeren Stadtgebiet ist sie oft Anlaufstelle auch für andere Anwohner und wird um Unterstützung und Beratung gebeten.
Zur Öffentlichkeitsarbeit gehören Angebote im öffentlichen Raum, Zeitungsartikel, Elternbriefe, die Nutzung der städtischen Homepage, eine eigene Homepage, eine zeitliche begrenzte Sommerferien-Facebookseite und ein Instagram-Profil

6. Perspektiven

Nach mehrfacher Schließung und unterschiedlichen Einschränkungen innerhalb der Einrichtung, wie auch bedeutender Lebensweltveränderungen für Kinder und Jugendliche in den letzten zwei Jahren durch die pandemische Situation durch den Coronavirus und den daraus hervorgehenden Alltagsveränderungen und Veränderungen im Umgang miteinander werden die möglichen Folgen, bzw. verändertes Verhalten die situative Zielsetzung mitgestalten. Medienpädagogischer Ausbau, wie auch gezielte „analoge“ Erlebnisse könnten Schwerpunkte bilden.
Eine Kooperation mit dem Familienzentrum Niebüll und „Stärker Mit Games“/“Kultur Macht Stark“ und eine damit verbundene Förderung einer Betreuung durch eine Medienpädagogin innerhalb eines Langzeitprojektes wurde bis November 2023 bewilligt.
Konkret verändert sich die personelle Situation im Haus der Jugend erneut. Ein Mitarbeiter
verlässt zum 31.03.2022 die Einrichtung und wird durch einen jungen neuen Kollegen mit Schwerpunkt Sport und Medien ersetzt. Damit wird auch eine Erneuerung dieser Konzeption einhergehen können.

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